Der bringt mir alles, was zählt!

Häufige Fragen

  • Heinrich F.

    Auseinanderwachsen der Mastschweine

    Ich stalle immer 250 Ferkel von einem Ferkelerzeuger ein. Bei der Einstallung sind die Ferkel sehr gleichmäßig im Wuchs, aber ab 50 kg wachsen sie sehr stark auseinander. Die Partie muss ich sogar 4 mal absuchen und verkaufen. Die Schlachtergebnisse sind recht ordentlich. Die durchschnittlichen Lebenstagszunahmen schwanken von < 600 g bis 840 g. Mein Ferkelerzeuger hat 2 Sauenherkünfte im Stall. Zur Zeit setzt er nachkommengeprüfte Eber ein. Ist es möglich über eine gezielte Eberauswahl gegenzusteuern?

    Ihr Ferkelerzeuger sollte weiterhin nachkommengeprüfte Eber einsetzen. In der Eberauswahl sollte er nur Eber einsetzen, die hinsichtlich des Merkmals Zunahme relativ identisch und homogen zusammenpassen. In der Eberauswahl sollten keine Ausreißer nach oben bzw. nach unten vorhanden sein. Sollten Sie weitere Fragen bezüglich der Eberauswahl haben, sind wir selbstverständlich gerne bereit, Ihnen beratend zur Seite zu stehen bzw. eine Eberauswahl vorzunehmen. Oder sprechen Sie Ihre KB-Station an. Wir haben für mehrere Sauenherkünfte eine spezielle Eberauswahl bei den KB Stationen hinterlegt.

  • Friedrich H.

    Spreizer

    Ich habe immer wieder Probleme mit zu vielen Spreizern bei den Abferkelungen. Es ferkeln ca. 40 Sauen in der Woche ab. Bei einzelnen Sauen sind überhaupt keine Spreizer vorhanden, bei anderen 3-4 Spreizer und es gibt Sauen, die bis zu 8-10 Spreizer pro Wurf haben. Kann das am Endprodukteber liegen?

    Dies ist nicht dem Endprodukteber anzulasten. Wie aus Ihren Schilderungen hervor geht, gibt es Würfe, die überhaupt nicht mit Spreizern behaftet sind. Es gibt viele Gründe, die zu mehr Spreizern führen können. Häufig finden wir Spreizerferkel in Würfen, die zu früh abgeferkelt haben. Durch diese kurze Tragezeit sind die Ferkel unterentwickelt, sie sind nicht ausgereift. Vor allem bei großen Würfen ist dies häufig zu beobachten. Sie sollten jeglichen Stress vorm Abferkeln vermeiden. Z.B. Futterwechsel, zu spätes Einstallen, hohe Temperaturen, Krankheiten, Impflücken usw. Um dieses Problem langfristig zu lösen, ist es wichtig, dass sie diese Spreizerproblematik genauestens in Ihren Sauenplaner eingeben. Um dann aus der Sauenplanerauswertung dieses Problem zusammen mit Ihrem Tierarzt bzw. Beratern anzugehen.

  • Friederike H.

    Spermaverfügbarkeit

    Wo kann ich das Sperma von den SNW-Pietrain Select Ebern bekommen?

    Bei allen führenden KB Stationen erhalten Sie Sperma von dem Select Eber. Schauen Sie auf unser Internetportal.

    Für eine Eberauswahl für Ihre Sauenherde stehen wir Ihnen sehr gerne beratend zur Seite. Oder fordern Sie eine Eberauswahl von Ihrer KB Station.

  • Gunter S.

    Geburtsgewichte

    Die Geburtsgewichte unserer Ferkel sind generell zu niedrig. Kann ich dies durch einen anderen Endprodukteber positiv beeinflussen?

    Sicherlich stellt man fest, dass der ein oder andere Eber bessere Geburtsgewichte vererbt. Um die Geburtsgewichte der Ferkel in Ihrem Betrieb am schnellsten zu erhöhen, kontrollieren Sie Ihr Fütterungsregime bzw. das Futter (Inhaltsstoffe usw.). Am besten holen Sie Ihren Futterberater hinzu. Vier Augen sehen mehr. Schon kleine Differenzen in der Fütterung können diese Probleme verursachen.

  • Josef K.

    Vitalität und Wuchs

    Die Geburtsgewichte unserer Ferkel sind generell zu niedrig. Kann ich dies durch einen anderen Endprodukteber positiv beeinflussen?

    Ich empfehle Ihnen für Ihren Betrieb eine spezielle Eberauswahl, die die Problematik von Wuchs und den Ferkelverlusten entgegen wirkt. Ich habe Ihnen von Ihrer genannten KB Station Select Eber ausgesucht mit hohen Teilzuchtwerten im Bereich von Tageszunahmen und Vitalität. Des weiteren sind in der ausgewählten Ebergruppe 50 % nachkommengeprüfte Eber mit hohen Tageszunahmen. Treten Sie in Vorleistung. Nur wenn der Mäster bzw. Vermarkter mit Ihren Ferkeln sehr zufrieden ist, können Sie später bessere Preise aushandeln.

  • Ludger F.

    Lebenstagszunahme

    Sind mit dem Select Eber Nachkommen, die 1.000g LTZ realisierbar? Oder kann das nur der Duroc Eber?

    Ob die 1.000 g realisierbar sind, liegt nicht nur an der Ebergenetik. Vor allem spielt die Gesundheit, Futter, Fütterungsregime, Stallgegebenheiten usw. eine große Rolle. Diese Zunahmen sind mit dem SNW Pietrain durchaus machbar. Dies belegen sehr deutlich die Schlacht- und Mastergebnisse des Feldprüfungsbetriebes von Herrn Weerd. Über Jahre weg werden hier schon solche eindrucksvollen Zunahmen mit unseren Ebern realisiert.

    TABLLE FOLGT
  • Franz-Josef H.

    Nabelbrüche

    In unserem Kombibetrieb (270 Sauen) treten in der letzten Zeit immer häufiger Nabelbrüche in unserem Maststall (ab 25 kg) auf, vor allem bei guten Ferkeln. Im Flatdeck ist oft noch nichts davon zu sehen. Wir setzen nur Jungeber ein. Kann der Endprodukteber dies verursachen?

    Es gibt leider immer noch vereinzelt Eber, die bei den KB Stationen aufgrund ihrer Anomalienhäufigkeit gemerzt werden. Dies ist auch ein Vorteil NK geprüften Eber. Aber nach Ihren Schilderungen könnte dies auch eine andere Ursache haben. Nicht erkannte bzw. unterdrückte Streptokokkenerkrankungen könnten die Ursache sein. Das Gewebe im Bereich des Nabels ist eventuell durch eine solche Erkrankung geschwächt. Durch das enorme Gewicht des Futterbreis im Darm kann es zu diesen Nabelbrüchen im Spätstadium kommen. Überprüfen Sie Ihre Hygienmaßnahmen rund um die Geburt, wie z.B. Nebeldesinfektionen usw.

  • Thomas B.

    Ohrrandnekrosen /Kanibalismus

    Mein Nachbar klagt über heftige Ohrrandwunden (Ohrrandnekrosen) bei seinen Ferkeln. Dieses Problem tritt schon bei Ferkeln im Alter von 14 Tagen auf. Er bekommt dies nochin den Griff durch einige Maßnahmen. Einige Ferkel werden aber auch als Spanferkel verkauft. Er meint, es liegt am Endprodukteber. Mein Problem ist ähnlich gelagert. Die Ohrrandnekrosen treten bei mir erst am Ende des Flatdecks auf. Da ich alle Ferkel selber mäste, habe ich diese Probleme auch noch im Maststall! Da ich einen Duroc Eber einsetze und mein Nachbar einen Süddeutschen Pietrain Eber, muss es doch eine andere Ursache sein, oder?

    Häufig werden diese Probleme dem „unbekannten Endprodukteber“ angelastet. Dies ist nicht so, wie Sie schon selber erkannt haben. Es gibt mehrere Gründe für Ohrrandwunden bzw. nekrosen. In der Literatur werden verschiedenste mögliche Ursachen bzw. Auslöser diskutiert, wie z.B. Streptokokken, Staphylokokken, Mycoplasma suis, Räudemilben, Mycotoxine im Futter und natürlich die allgemeinen Haltungs- und Hygienebedingungen. Vor allem bekommen diese geschwächten Ferkel noch oft andere Krankheiten usw. dazu. Sicherlich bringen gezielte Behandlungen Erfolge. Dies sollten Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen.

    Letztendlich müssen Sie den Ursachen dieser Problematiken in Ihrem Betrieb auf den Grund gehen. Dies kann man am besten über einige Checklisten systematisch abarbeiten. Häufig wird einem nach dem Ausfüllen schon deutlich, welche Ursachen hierfür in Ihrem Betrieb der Auslöser sein könnte. Diese Checklisten habe ich Ihnen per email zukommen lassen.

  • Sandra B.

    Zuchtwertschätzung

    Warum ist Ihre Zuchtwertschätzung für den Select Eber so aussagekräftig?

    In dieser Zuchtwertschätzung fließen jede Woche tausende von Datensätzen ein. Z.B. Die Zuchtbetriebe liefern jede Woche Daten aus ihren Sauenplanern. Des weiteren werden alle Pietrainferkel nach der Flatdeck-Phase gewogen. In den Pietrain Nucleus Betrieben werden alle relevanten Fütterunsdaten wie z.B. Futteraufnahme, Futterverwertung aufgezeichnet und auch der Zuchtwertschätzung zur Verfügung gestellt. Sämtliche weiblichen und männlichen Pietraintiere in den Zuchtbetrieben werden im Alter von +-180 Tagen getestet. Die Nachkommen werden gewogen und mit dem LifeMuscleScan wird die Muskeldicke und die Speckdicke ermittelt.

    Von jedem getesteten Schwein werden 4 Bilder aufgezeichnet. Sämtliche Prüfdaten der Jungeber (Select) aus den Feldprüfungsbetrieben werden auch für die Zuchtwertschätzung verwendet. Allein aus Deutschland/ NL fließen Schlacht- und Mastleistungswerte von über 50.000 geschlachteten Nachkommen der Jungeber in die zentrale Zuchtwertschätzung ein. Diese Zuchtwertschätzung von TOPIGS Norsvin wird zentral für die ganze Welt in den Niederlanden durchgeführt. Gerade diese komplexe Zuchtwertschätzung aus Praxis- und Zuchtdaten macht unsere Zuchtwertschätzung sehr genau.

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